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Laudatio für Altbürgermeister Franz Beutl


Altbürgermeister Franz Beutl und seine Verdienste vorzustellen ist wie Wasser in die Donau schütten. Gestatten Sie mir aber doch, Ihr Gedächtnis über die Leistungen des Bürgermeisters Franz Beutl für die Stadt Wörth a.d. Donau aufzufrischen. Franz Beutl wurde 1966 mit 28 Jahren 2. Bürgermeister der Gemeinde Kiefenholz und war ein Verfechter des freiwilligen Zusammenschlusses 1971 mit Wörth - als Alternative bot sich Wiesent an.

Nach der vorgezogenen Wahl wurde er 2. Bürgermeister in Wörth. Bereits in dieser Zeit musste er, den wegen Krankheit verhinderten, 1. Bürgermeister, Alfred Büchele, öfter vertreten. In dieser kurzen Zeit hat er so überzeugt, dass er nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt des Bürgermeisters zum 01.07.1973 mit 95 % der Stimmen gewählt wurde. Seine Amtszeit dauerte bis April 2002, also 29 Jahre.

In dieser Zeit hat sich Wörth verändert und es wäre müßig alle Bauten aufzuzählen, vom Hallenbad und Sportanlagen über Feuerwehrhäuser und zwei Schulgebäudeerweiterungen, bis hin zum Ausbau der Infrastruktur wie Erstellung einer sicheren Wasserversorgung oder Kanalisation.

In einer Zeit, in der die Bevölkerung weder für Kanal noch für eine zentrale Wasserversorgung aufgeschlossen war, bedurfte es einer großen Überzeugungsarbeit und eines politischen Rückhalts, die Maßnahmen durchzuführen. Es war nicht einfach, die Wasserleitung zu den Einöden zu bauen, für die Flurereinigung zu werben oder die Hausbesitzer mit Beiträgen für den Kanal zu belasten.

Wörth hat sich unter Franz Beutl verändert – Flurbereinigungsverfahren, Autobahnbau und Donauausbau gingen weder an der Landschaft noch am Bürgermeister spurlos vorüber. Oft wurde er als Vermittler zwischen Maßnahmeträgern und Bürgern eingeschaltet – hier zeigte sich sein besonderes Verhandlungsgeschick – sein Bedürfnis nach Ausgleich. Standfestigkeit war auch gefragt bei der Befürwortung der Autobahnauffahrt Wörth-Ost.

Herr Altbürgermeister, wir, die Bevölkerung, danken Ihnen dafür!

Gewachsen ist die Stadt nicht nur im Aussehen, sondern auch die Einwohnerzahlen durch die vielen Wohngebietserschließungen unter Deiner Regie – ca. 1.150 Einwohner – oder anders ausgedrückt, um 1/3 von 3.350 auf 4.500 Einwohner ist die Stadt gewachsen. Weitsicht führte auch zur Ausweisung des Gewerbegebietes „Im Haslet“, das fast vollständig bebaut ist. Was dort geschaffen wurde, hat die Gewerbeschau vor 6 Wochen eindrucksvoll gezeigt.

Wörth hat das Gesicht verändert – weil du es als stellvertretender Landrat und Kreisrat zusammen mit Landrat Rupert Schmid geschafft hast, dass das Kreiskrankenhaus, eine eminent wichtige Einrichtung für uns, immer wieder saniert und verbessert wurde, dass das Wahrzeichen Wörths, das Schloss nicht verfallen ist, sondern renoviert und einer sinnvollen Nutzung zugeführt wurde.

Zu deinem 50. Geburtstag wurde Ludwig Schindler, dienstältester Stadtrat, über Dich befragt:

Ich zitiere: „Franz Beutl ist eine Autorität, die jede Tätigkeit als Dienst am Bürger versteht, die gesteckten Ziele konsequent und mit Ausdauer verfolgt. Seine praktischen Anlagen, sein Sachverstand, seine geschickte Verhandlungsführung, seine Verbindungen zu Behörden, sowie seine Gewissenhaftigkeit und Zuverlässigkeit zeichnen ihn aus. Er macht es sich nicht leicht, weil er spürt, dass die letzte Verantwortung bei ihm liegt.“

Schindler lobte unter anderem Deine intensiven Bemühungen um sozial schwächere Personen und die Beschaffung von Wohnungen und Arbeitsplätzen.

Schindler weiter wörtlich: „Harmonie und Ordnung waren und sind ihm ein echtes Anliegen.“

Lieber Franz – angesichts solcher Aussagen erübrigt sich die Aufführung weiterer Leistungen für die Stadt.

Den Schlusssatz entnehme ich der Donaupost vom 28.09.98 - Deinem 60. Geburtstag – geschrieben von Sepp Raith, der Dich als Redakteur lange Jahre begleitete: „Hoffentlich muss die Familie den beruflichen Unmut und Ärger künftig nur noch selten ertragen, hoffentlich kann er aber gleichzeitig seine Aufgaben wie bisher erfüllen: zuverlässig, pflichtbewusst und souverän, zielstrebig und unbeirrt, mit Freude, Hingabe, Entschlossenheit, Konstanz und Konsequenz.“

Dem kann ich nur noch soviel hinzufügen: Es ist die Umschreibung dessen, warum Du Dich um Wörth verdient gemacht hast – warum Du mit einstimmigen Beschluss des Stadtrates zum Ehrenbürger der Stadt Wörth, Deiner Heimatstadt, für die Du viel geleistet hast, ernannt wirst.

Ich gratuliere herzlich.